Gedanken des Schirmherren
Bundestagsvizepräsident, Wolfgang Thierse, trat im August 2002 als Schirmherr an die Spitze des Verbundnetzes der Wärme, um die erfolgreiche Arbeit von Dr. Regine Hildebrandt fortzusetzen.
(Foto: SPD-Fraktion)
Videobotschaft des Schirmherren Wolfgang Thierse zur Ernennung der 10. Botschaftergeneration des "Verbundnetz der Wärme" am 2. März 2011 in Hoyerswerda
Leider kann ich nicht selber da sein heute, dass bedauere ich sehr. Umso herzlicher begrüße ich Sie, die Mitarbeiter, die Ehrenamtlichen, das Verbundnetz der Wärme.
Ihre Arbeit ist wichtig, denn eine Gesellschaft kann nicht nur davon leben, dass es Recht und Gesetz gibt, dass wir arbeiten, dass wir Gewinne machen, sondern sie lebt davon, dass Menschen anderen Menschen sich zuwenden, sie lebt vom Engagement, von der Pflege Zwischenmenschlicher Beziehungen, von der Unterstützung der anderen. Und genau das ist es, was sie tun, was sie fördern, was sie unterstützen. Alles Gute für Ihre Arbeit.
Die Trägerin des Ehrenamt-Netzwerkes ist die Verbundnetz Gas AG. Sie leistet damit etwas sehr wichtiges. Über das, was ein solches Unternehmen hinaus zutun hat, nämlich Gewinne zu erwirtschaften, Menschen Arbeit zu geben, leistet sie einen Beitrag für das Zusammenleben von Menschen. Das ist unternehmerische Verantwortung im besten Sinne des Wortes. Das ist Ethik eines guten Unternehmertums, etwas für die Gemeinschaft zutun, was ohne dieses Engagement vielleicht nicht so gelingen würde.
Gerade in Ostdeutschland war es sehr notwendig, nach dem Ende der DDR so etwas aufzubauen, was man vornehm Zivilgesellschaft nennt. Also Menschen, die sich über ihren Beruf hinaus und über das, was sie in einem vernüftigen Sinne des Wortes egoitisch für sich tun müssen, darüber hinaus auch für andere sich einzusetzen und da ist dieses Engagement des Unternehmens wichtig. Es war erfolgreich und es soll weiterhin erfolgreich sein.
Es sind inzwischen 100 Botschafter - Botschafter der Wärme, der Menschlichkeit, des Engagements für andere Menschen. Diese Arbeit soll weitergehen und ich möchte Sie gern weiter unterstützen.
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Grußwort des Schirmherren Wolfgang Thierse zur Jahres-Auftaktveranstaltung des "Verbundnetz der Wärme" am 23. Januar 2009 in Erfurt
Viele Menschen in Deutschland engagieren sich in Vereinen und Initiativen, in Projekten und Selbsthilfegruppen und karitativen Einrichtungen, um für andere unterstützend, fördernd, helfend tätig zu sein. Laut einer Studie des Bundesfamilienministeriums ist in Deutschland mittlerweile jeder Dritte ehrenamtlich aktiv. Die Arbeit so vieler Menschen ist ein deutliches Indiz dafür, dass Werte wie Solidarität und Fürsorge in unserer Gesellschaft erfreulicherweise auch heute von großer Bedeutung sind. Das Ehrenamt ist das Gegenkonzept zu einer Haltung, die sich allein am ökonomischen Vorteil orientiert und deren Scheitern wir zum Beispiel in der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise erkennen können.
Der ehemalige Bundespräsident Theodor Heuss sagte einmal: „Demokratie lebt vom Ehrenamt.“ Das freiwillige Engagement, die Freude an der gemeinsame Gestaltung des Gemeinwesens und die Aufopferungsbereitschaft für andere – das sind die Bindekräfte, die unsere Gesellschaft zusammenhalten. Engagement schafft Gemeinsinn, erzeugt wechselseitige Wertschätzung und stiftet Vertrauen. Ohne dieses Engagement wäre unser Land für uns alle ärmer und kälter. Der Münchner Schriftsteller Oliver Hassencamp brachte diese Erkenntnis auf die Formel: „Tun Sie gelegentlich etwas, womit Sie weniger oder gar nichts verdienen. Es zahlt sich aus.“
Das „Verbundnetz der Wärme“ zeigt, dass ehrenamtliches Engagement und Gemeinsinn auch im Osten Deutschlands eine bedeutende Rolle spielen. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der freiwillig Tätigen in den neuen Bundesländern sogar schneller gewachsen als anderswo. An diesem Erfolg haben auch die Botschafterinnen und Botschafter des „Verbundnetzes der Wärme“ einen gewichtigen Anteil. Ich bin überzeugt, dass es ihnen auch in diesem Jahr wieder gelingt, weitere Bürgerinnen und Bürger zu mehr Engagement für das Gemeinwesen und für den Dienst am Mitmenschen zu bewegen.
Grußwort des Schirmherren Wolfgang Thierse zur Jahres-Auftaktveranstaltung des "Verbundnetz der Wärme" am 26. Januar 2007 in Magdeburg
Eine Vielzahl von Menschen in Deutschland möchte Zeit, Engagement und Kraft in den Dienst für andere stellen. In einer Zeit, die oft als eine Zeit zunehmender Individualisierung, des Egoismus und der Entsolidarisierung beschrieben wird, erscheint das nicht selbstverständlich. 22 Millionen ehrenamtlich Tätige in Deutschland beweisen jedoch das Gegenteil. Denn Zuwendung und Hingabe für den Anderen sind zentrale Motive menschlichen Daseins. Im ehrenamtlichen Dienst werden sie verwirklicht.
Die Ehrenamtlichen werden auch ohne besondere Würdigung für ihr Engagement belohnt - durch den Dank, die Anerkennung und Freude derer, denen sie helfen. Dennoch: der soziale, der menschliche Wert dieser Leistungen kann nicht genügend hervorgehoben werden. In einer Gesellschaft, in der ein gut bezahlter Arbeitsplatz vielfach über das Ansehen eines Menschen entscheidet, scheint es wichtiger denn je, diejenigen zu würdigen, die sich ohne die Erwartung einer geldwerten Entschädigung verdient machen. Deren Arbeit erzeugt die menschliche Wärme, die Voraussetzung und zugleich Essenz des Zusammenhalts in unserer Gesellschaft ist.
Bei dieser Aufgabe leistet die Ostdeutsche Initiative "Verbundnetz der Wärme" einen außerordentlichen Beitrag. Auch in diesem Jahr werden Botschafter des "Verbundnetz der Wärme" sich wieder dafür einsetzen, Menschen zu ermutigen, ehrenamtlich für andere tätig zu werden. Den Botschafterinnen und Botschaftern, die sich im vergangenen Jahr verdient gemacht haben und jetzt aus ihrem "Amt" scheiden, danke ich herzlich für ihr Engagement. Den neuen Botschaftern gratuliere ich und wünsche ihnen viel Erfolg!
Grußwort des Schirmherrn Wolfgang Thierse zur Jahres-Auftaktveranstaltung des „Verbundnetzes der Wärme“ am 24.02.2006 in Neuruppin
In Deutschland gibt es eine große Bereitschaft, sich für andere Menschen einzusetzen, ihnen zu helfen, ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und sie zu unterstützen.
Dieses ehrenamtliche Engagement gilt es anzuerkennen und zu würdigen – so wie es das „Verbundnetz der Wärme“ nun seit vielen Jahren tut. Beifall verdient, wer sich für Andere aufopfert, ohne dafür Geld zu erwarten. In einer Gesellschaft, in der immer stärker Leistung und Verdienst im Vordergrund stehen, ist es nicht hoch genug zu schätzen, wenn Menschen ehrenamtlich für das Allgemeinwohl einstehen.
Die ostdeutsche Initiative „Verbundnetz der Wärme“ wirbt für bürgerschaftliches Engagement, für Mit- und Füreinander, für mehr menschliche Wärme in der Gesellschaft. Auch die Verbundnetz-Botschafter 2006 werden für eben diesen Einsatz werben. Viele Menschen wissen, dass anderen zu helfen auch dem eigenen Dasein Sinn und Erfüllung geben kann. Benachteiligten die helfende Hand zu reichen, ist eine zutiefst menschliche Fähigkeit. Dafür stehen heute die Botschafterinnen und Botschafter des Ehrenamtes. Den scheidenden Botschafterinnen und Botschaftern danke ich für ihr Engagement, den neuen gratuliere ich herzlich zu ihrem „Amt“ und wünsche viel Erfolg.
Grußwort des Schirmherrn Wolfgang Thierse zur Jahres-Auftaktveranstaltung des „Verbundnetzes der Wärme“ am 18.02.2005 in Chemnitz
Viele beklagen, dass der Egoismus zunimmt, dass sich Kälte in der
Gesellschaft ausbreitet. Man kann es beim Jammern belassen – oder aktiv etwas dagegen tun. So wie das „Verbundnetz der Wärme“. Diese ostdeutsche Initiative wirbt für bürgerschaftliches Engagement, für ein Mit- und Füreinander, für mehr menschliche Wärme in der Gesellschaft.
Dankenswerterweise gibt es viele, die anderen Rückhalt und Hilfe geben, meistens im Stillen, ohne groß Aufhebens davon zu machen. Viele Menschen bei uns wissen, dass Anderen zu helfen auch dem eigenen Dasein Sinn und Erfüllung geben kann. Den durch welches Schicksal auch immer Benachteiligten die helfende Hand zu reichen, ist eine zutiefst menschliche Fähigkeit. Eigentlich bedauerlich finde ich, dass dafür Werbung gemacht werden muss, dass Lob und Anerkennung für die Helfer nicht selbstverständlich sind. Weil es aber wohl so ist, freut es mich, dass die Initiative „Verbundnetz der Wärme“ diese Aufgabe auch im Jahre 2005 wahrnehmen will. Dafür stehen heute - ganz im Sinne Regine Hildebrandts - beispielhaft die Botschafterinnen und Botschafter des Ehrenamts. Den scheidenden Botschafterinnen und Botschaftern danke ich für ihr Engagement, den neuen gratuliere ich herzlich zu ihrem „Amt“ und wünsche viel Erfolg.
Gedanken des Schirmherrn des Verbundnetzes der Wärme Wolfgang Thierse zur Jahresauftaktveranstaltung, 30.01.2004, Neubrandenburg:
„Für die Mitglieder des Verbundnetzes der Wärme ist klar, dass man für andere da sein muss, dass unsere Gesellschaft die Gesten der menschlichen Wärme und Zuwendung braucht, gerade in Zeiten von Veränderung und Verunsicherung und dramatischem Wandel.“
„Wenn wir Schwächeren bewusst die Hand reichen und sie ihre fundamentale Gleichwertigkeit als Menschen spüren lassen, dann tun wir nicht nur etwas individuell Gutes, sondern wir stärken auch die Bindekräfte in unserer Gesellschaft.“
„Das Verbundnetz der Wärme ist eine Initiative, die deutlich macht, dass Bürgersinn im Osten keineswegs verschüttet ist.“
„Es gibt eine Menge Gemeinsinn, viele Menschen vollbringen ohne großes Aufsehen, sondern ganz selbstverständlich, großartige Dinge und setzen Zeichen für den mitmenschlichen Zusammenhalt unserer Gesellschaft.“
„Engagement zeigt Gesicht heißt das Motto des Verbundnetzes der Wärme. Jede und jeder sollte Gesicht zeigen. Jeder von uns hat die Möglichkeit, in irgendeiner Weise anderen Wärme zu schenken und das hat nichts mit einer nur selbstlosen Aufopferung [...] zu tun.“
„Tatsächlich ist das Helfen auch keine Einbahnstraße, der Helfer erhält etwas zurück – Anerkennung, Dankbarkeit, Zufriedenheit, Freude. Dazu gehört die gesellschaftliche Anerkennung der geleisteten Arbeit.“
„Engagement braucht öffentliche Unterstützung und öffentliche Anerkennung. Da kann diese Gesellschaft, da kann der Staat auf all seinen politischen Ebenen gewiss noch mehr tun, als wir das gewohnt sind. Aber dieses Verbundnetz ist ein Beispiel auch der gesellschaftlichen Anerkennung von ehrenamtlichem Engagement.“
„Ich bin zuversichtlich, in diesem Sinne setzt die Initiative Verbundnetz der Wärme die Arbeit auch im Jahre 2004 fort und dafür stehen Sie, meine Damen und Herren Botschafter des Ehrenamtes, heute beispielhaft hier.“
Grußwort des Schirmherrn Wolfgang Thierse zur Jahres-Auftaktveranstaltung des „Verbundnetzes der Wärme“ am 31.01.2003 in Erfurt
Wenn die Außentemperaturen so tief fallen wie zu dieser Jahreszeit üblich, wird uns bewusst, wie wichtig Wärme ist. Das gilt nicht nur im technischen Sinne. Dennoch sind in unserer Gesellschaft zu wenige bereit, denen beizustehen, die auf mitmenschliche Wärme und Solidarität angewiesen sind. Gegen den um sich greifenden Egoismus, gegen die immer häufiger zu registrierende Ellenbogenmentalität setzt das „Verbundnetz der Wärme“ Zeichen für eine Gesellschaft, die niemanden im Kalten stehen lässt.
Das Konzept der „Verbundnetz-Botschafter“ hat sich bewährt. Die ersten zehn Botschafter – übrigens alle noch von Regine Hildebrandt ernannt – haben ein Jahr lang für soziale Wärme geworben, immer wieder auf die Bedeutung von bürgerschaftlichem Engagement in der Öffentlichkeit hingewiesen. Und sie haben bewiesen, dass es möglich ist, immer mehr Menschen für entsprechende Initiativen in ihrer Nachbarschaft, in ihrem Stadtteil oder Landkreis zu gewinnen. Auch die zehn neuen "Verbundnetz-Botschafter“ wollen als Multiplikatoren wirken und verdeutlichen, dass man nicht immer nach anderen, nach dem Staat rufen muss. Im Gegenteil: jeder kann selbst aktiv werden, sich einsetzen für andere. Randgruppen und Benachteiligten, Menschen in schwierigen Lebenslagen unbürokratisch und uneigennützig helfen – das sind Beiträge zu einer solidarischen Gesellschaft, die niemanden ausgrenzt, keinem ihrer Mitglieder Unterstützung und Hilfe versagt. Ich wünsche den neuen „Verbundnetz-Botschaftern“ viel Erfolg und hoffe, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger von ihrem Beispiel inspirieren lassen.
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