Interview mit dem Schirmherrn
Wolfgang Thierse |
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Im
August 2002 überahm der Wolfgang Thierse, Bundestagsvizepräsident,
die Schirmherrschaft des Verbundnetzes der Wärme und setzt
seitdem die erfolgreiche Arbeit seiner Vorgängerin Dr.
Regine Hildebrandt, die im November letzten Jahres mitten im
Leben stehend verstarb, nach besten Kräften fort. In unserem
Interview schildert er, warum gerade in unserer heutigen Zeit
das "Dasein für Andere" so immens wichtig ist.
Wir leben in einer "modernen Gesellschaft". Haben Wertebegriffe wie Mitmenschlichkeit und Integration darin heute noch Platz?
Die heutige Zeit ist oftmals von einer Schnelllebigkeit und Ellenbogen-Mentalität geprägt, was solche Werte vermissen lässt. Forderungen nach mehr Mitmenschlichkeit dürfen keine leere Floskeln sein. In meinen vielfältigen Begegnungen erlebe ich es immer wieder: Es gibt sie noch, die Menschen, die im Stillen vollbringen, was andere lauthals propagieren: Anderen beistehen und die Hand reichen.
Mit welcher Hoffnung verbinden Sie Ihre Schirmherrschaft beim Verbundnetz der Wärme?
Die Mitglieder dieses Netzwerkes beweisen mit all ihren Initiativen und ihrem Engagement in einem besonderen Maße, dass in unserer Gesellschaft durchaus ein mitmenschlicher Zusammenhalt vorhanden ist. Ich möchte dieses vorbildliche persönliche Engagement der Verbundnetz-Mitglieder in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses rücken, um möglichst viele Bürger von der Wichtigkeit dieses Tuns zu überzeugen und zur Nachahmung anzustiften.
Was kann jeder einzelne dafür tun, damit unsere Gesellschaft für alle lebenswerter wird?
Wir müssen der fortschreitenden Kälte untereinander die Stirn bieten und besonders den in irgendeiner Weise Benachteiligten eine helfende Hand reichen. Die Verbundnetz-Mitglieder machen es uns vor: ehrenamtlich opfern sie sich für andere auf. "Engagement zeigt Gesicht" lautet das Motto vom Verbundnetz, genauso rufe ich alle Menschen dazu auf, aktiv zu werden. Jeder von uns hat doch fast überall Möglichkeiten, auf vielfältige Art und Weise Anderen mehr Wärme zu schenken.
Mitmenschlichkeit geht uns alle an!
Natürlich. Jeder in unserer Gesellschaft kann etwas für ein besseres Miteinander tun, egal ob als Privatperson oder als Wirtschaftsunternehmen. Hier zeigt auch die VNG - Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft ihre soziale Verantwortung: In der Amadeu-Antonio-Stiftung engagiert sich das ostdeutsche Unternehmen gegen rechte Gewalt, und auch mit der Förderung des Ehrenamtes im Verbundnetz der Wärme beweist die VNG ihr gesellschaftliches Pflichtbewusstsein. |
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